DAS PROJEKT

pastperfect in Kooperation mit Institut f. Geschichte, Universität Wien & Van Gogh TV.

Diese Website wurde in einem Netzwerk von WissenschaftlerInnen, MediendesignerInnen und ProgrammiererInnen entwickelt. Ziel des interdisziplinären Arbeitsprozesses war es, auf Basis der Potentiale von "Hypertext" komplexe, (geschichts-)wissenschaftliche Inhalte medienadäquat zu vermitteln. Das Projekt bewegt sich an den Schnittstellen von Wissenschaft und Kunst, Forschung und Vermittlung und soll europäische Geschichte anschaulich und perspektivenreich einer breiten Öffentlichkeit näher bringen. Die bis dato mehr als 700 Textbeiträge wurden von einem Kollektiv junger wie arrivierter WissenschaftlerInnen speziell für diese Website in intensiver Auseinandersetzung mit den Erfordernissen und Möglichkeiten des Mediums verfasst und sind auf die Konzeption des verwendeten Hypertextmodells zugeschnitten. Angeboten wird ein Netzwerk einzelner Geschichten, Interpretationen und möglicher Erklärungen, die neben- und miteinander Geltung haben können und offen sind für neue, kommende Geschichten. In diesem Netz finden verschiedenste Perspektiven, zuweilen auch Ambivalenzen und Widersprüche sehr konkret nebeneinander Platz, ergänzen, erläutern einander. Erzählt wird nicht mehr ‹eineń und schon gar nicht "die" Geschichte, angeboten wird vielmehr ein Pool, aus dem heraus sich die UserInnen selbst ihre Geschichten fischen können. pastperfect.at ist kein abgeschlossenes Projekt; weitere Geschichts-Erzählungen können stets in das Netz eingeflochten werden. Eine mit Anspruch auf Vollständigkeit und überdauernde Gültigkeit besitzende "große Erzählung" findet in dieser zeitlich und räumlich offenen Projektarchitektur keinen Platz und wird auch durch Aufbau und Struktur der Website verunmöglicht. Das Hypertextgebilde bietet Formen- und Perspektivenvielfalt statt Eindeutigkeit, Rhizome statt auf ein Ziel hin determinierte Pfade.